ZDFzeit

ZDF
  • April 2020

Die Corona-Epidemie hat uns fest im Griff. Sie lähmt das öffentliche Leben. Ein ganzes Land kommt zum Stillstand. Immer mehr Menschen bleiben wegen der Kontaktsperre zu Hause, erleben eine Zeit voller Ungewissheit und Ohnmacht. Zur Sorge um die Gesundheit kommt die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen. Viele Existenzen stehen auf dem Spiel. Es drohen Unternehmenspleiten und Arbeitslosigkeit. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass nach Corona nichts mehr so sein wird wie zuvor. ZDFzeit geht der Frage nach, wie die schwerste Krise seit dem 2. Weltkrieg unsere Gesellschaft verändern wird.

Zwei Wochen lang sind Teams im ganzen Land unterwegs gewesen, haben Stimmungen eingefangen und dokumentiert, wie stark die Corona-Krise in das Leben der Menschen eingreift. Geschlossene Schulen und Kitas. Eltern mit der Doppelbelastung von Home Office und Kinderbetreuung. Krankenhäuser und Arztpraxen an der Grenze der Belastbarkeit. Betriebsschließungen, Verdienstausfall, Zukunftsangst.

ZDFzeit zeichnet ein eindrucksvolles Bild davon, wie die Gesellschaft in der Not zusammenrückt. Spontane Solidaritätsaktionen und Nachbarschaftshilfen sind Ausdruck eines Wir-Gefühls. Die Dankbarkeit für die vielen Ärzte und Krankenpfleger, die bis an den Rand der Erschöpfung arbeiten, ist riesengroß. Mitmenschlichkeit zählt plötzlich mehr als das Streben nach Erfolg und Wohlstand. Doch es gibt auch die andere Seite der Medaille: Egoismus, der sich in Form von Hamsterkäufen und Corona-Partys ausdrückt. Und in der Social-Media-Welt kursieren Fake-News, die die Angst der Menschen in der Not noch vergrößern.  

Wie wird sich die Gesellschaft in der Corona-Krise verändern? Rücken wir stärker in der Mitte zusammen? Entdecken wir neue Werte, die unser Zusammenleben in Zukunft prägen? Oder entstehen neue Gräben und soziale Konflikte? Führt die Wirtschaftskrise gar zum Erstarken der Populisten mit ihrer globalisierungskritischen Haltung?